Recht haben und Recht bekom­men… Leis­ten Sie sich Ihr Recht

Rat­ge­ber: Wert­vol­le Tipps zur Rechts­schutz­ver­si­che­rung

War­um kann eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung wich­tig sein?

Nach Berech­nun­gen des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes ist jeder zehn­te Bun­des­bür­ger in einen neu­en Gerichts­fall ver­wi­ckelt. Die Deut­schen sind Welt­meis­ter, wenn es dar­um geht, für ihr Recht ein­zu­tre­ten. Dabei schre­cken vie­le Per­so­nen auch nicht vor hohen Kos­ten zurück. Um sich vor hohen finan­zi­el­len Belas­tun­gen zu schüt­zen, hilft der in der Wer­bung ange­prie­se­ne Lieb­ling des Anwalts: die Rechts­schutz­ver­si­che­rung. Die­se Poli­ce wird oft in Form von ver­schie­de­nen Bau­stei­nen ange­bo­ten. Dadurch las­sen sich belie­bi­ge Kom­bi­na­tio­nen her­stel­len. Die gän­gigs­ten Bau­stei­ne sind:

  • Pri­vat-Rechts­schutz
  • Berufs-Rechts­schutz
  • Ver­kehrs-Rechts­schutz
  • Woh­nungs- und Grund­stücks­rechts­schutz

Der Pri­vat-Rechts­schutz muss meist als Basis­schutz ver­pflich­tend ver­ein­bart sein. Ledig­lich der Ver­kehrs­rechts­schutz ist bei vie­len Anbie­tern als Ein­zel­bau­stein ver­si­cher­bar. Dar­über hin­aus exis­tie­ren auch Paket­lö­sun­gen, die Absi­che­run­gen aus allen Bau­stei­nen ent­hal­ten. Schon vor einem Abschluss fal­len die enor­men Preis­un­ter­schie­de zwi­schen den Gesell­schaf­ten auf. So kann der Jah­res­ta­rif für den­sel­ben Bau­stein schon ein­mal 100 Euro mehr kos­ten. Auch bei den kon­kre­ten Leis­tun­gen, also was sich an Bedin­gun­gen hin­ter den Bau­stei­nen ver­birgt, tre­ten gro­ße Dif­fe­ren­zen auf.

1. Was leis­tet eine Rechts­schutz­versicherung?

Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung hilft Ihnen wei­ter, wenn Sie Ihre Inter­es­sen anwalt­lich oder vor Gericht ver­tre­ten müs­sen. Das gilt je nach Deckungs­um­fang für ganz unter­schied­li­che Lebens­be­rei­che: beim Streit mit dem Ver­mie­ter, im Rah­men von Leis­tungs­ver­wei­ge­run­gen einer Ver­si­che­rung oder bei einer Kün­di­gung vom Arbeit­ge­ber. Eine Poli­ce über­nimmt dann alle ver­ein­bar­ten Kos­ten. Dazu zäh­len nicht nur die Gerichts­kos­ten, son­dern auch Aus­la­gen für einen Anwalt, Sach­ver­stän­di­ge und Zeu­gen.
Mitt­ler­wei­le bie­ten fast alle Ver­si­che­run­gen eine Bera­tung per Tele­fon oder Inter­net an. Dazu rich­ten die Ver­si­cher­ten ihre Fra­gen an fach­kun­di­ges Per­so­nal bzw. Anwäl­te. Die­se hel­fen dann umge­hend wei­ter oder neh­men mit Ihnen Kon­takt auf, nach­dem not­wen­di­ge Unter­la­gen gesich­tet wur­den. Die­ser Ser­vice ver­mit­telt zwar eine ers­te juris­ti­sche Ein­schät­zung – gera­de in kom­ple­xen Fäl­len ist der Gang zum Anwalt vor Ort trotz­dem zwin­gend not­wen­dig.

In die­sen Fäl­len leis­tet eine Rechts­schutz­versicherung nicht

Eini­ge, unter Umstän­den auch teu­re, Rechts­strei­tig­kei­ten sind vom Ver­si­che­rungs­schutz aus­ge­schlos­sen. Dar­un­ter fal­len bei­spiels­wei­se Strei­tig­kei­ten rund um den Bau eines Eigen­heims. Hier hat sich auf­grund von lei­der häu­fi­gem „Pfusch am Bau“ oder unter­schied­li­chen Ansich­ten zwi­schen Bau­herr und Bau­fir­ma ein zu gro­ßes Kos­ten­ri­si­ko für die Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten ent­wi­ckelt. Gene­rell sind auch Kos­ten­über­nah­men für Fäl­le aus­ge­schlos­sen, deren Ursprung vor dem Ver­si­che­rungs­be­ginn liegt. Als Neu­ver­si­cher­ter müs­sen Sie zudem oft War­te­zei­ten von drei Mona­ten und mehr in Kauf neh­men. Erst dann dür­fen Sie bei­spiels­wei­se mit Hil­fe der Poli­ce gegen eine unge­recht­fer­tig­te Abmah­nung vor­ge­hen. Vie­le wei­te­re Leis­tungs­aus­schlüs­se erge­ben sich je nach Ver­trag. Gera­de die­se Tat­sa­che erschwert sehr oft die Ver­gleich­bar­keit der Ver­trä­ge. Ger­ne hel­fen wir Ihnen dabei, den pas­sen­den Tarif zu fin­den.
Die Ver­si­che­run­gen zah­len übri­gens nur, wenn eine hin­rei­chen­de Aus­sicht auf Erfolg besteht. Soll hei­ßen: Ist die Kla­ge abwe­gig oder unbe­grün­det, blei­ben Sie auf den Kos­ten sit­zen. Daher ist es emp­feh­lens­wert, sich im Vor­feld schrift­lich die Kos­ten­über­nah­me der Ver­si­che­rung zusi­chern zu las­sen. Nur so kön­nen Sie beru­higt in die Ver­hand­lung gehen.

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Lauf­zeit und Kos­ten im Blick behal­ten

Auf dem Ver­si­che­rungs­markt ist eine Rei­he an Anbie­tern prä­sent. Die größ­ten Ver­si­che­rungs­kon­zer­ne mit einem Markt­an­teil von über fünf Pro­zent bei den Rechts­schutz­po­li­cen sind Arag, D.A.S., Alli­anz, Roland, Örag, Advo­card und HUK-Coburg. Bei der Aus­wahl der pas­sen­den Rechts­schutz­ver­si­che­rung kommt es in ers­ter Linie jedoch nicht auf die Grö­ße des Ver­si­che­rers an – viel­mehr spielt ein gutes Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis eine wich­ti­ge Rol­le. Auch die Unab­hän­gig­keit des Rechts­schutz­ver­si­che­rers von einem Ver­si­che­rungs­kon­zern kann auch eine Rol­le in der Über­le­gung spie­len. Ger­ne erläu­tern wir Ihnen, wor­auf es bei der Aus­wahl ankommt.

Die Ver­trä­ge unter­schei­den sich hin­sicht­lich der Kos­ten und der Lauf­zeit. Grund­sätz­lich gilt: Je län­ger Sie sich an einen Ver­trag bin­den, des­to gerin­ger fällt die Prä­mie aus. Wir emp­feh­len jedoch kei­ne lan­ge Ver­trags­lauf­zeit – denn so blei­ben Sie nicht fle­xi­bel, wenn es am Markt deut­lich bes­se­re Ange­bo­te geben soll­te. Deut­li­che Ein­spa­run­gen erge­ben sich auch für Kun­den, die eine Selbst­be­tei­li­gung je Scha­dens­fall ver­ein­ba­ren. Dann zah­len Sie z. B. die ers­ten anfal­len­den 150 Euro aus eige­ner Tasche. Dafür redu­ziert sich der Monats- oder Jah­res­bei­trag. Wie bereits geschrie­ben, erge­ben sich je Bau­stein enor­me Preis­un­ter­schie­de, wenn Sie die Anbie­ter unter­ein­an­der ver­glei­chen.
Las­sen Sie sich von uns unver­bind­lich bera­ten.

Den Schutz nach den eige­nen Bedürf­nis­sen aus­rich­ten

Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung gehört nach Ein­schät­zung von eini­gen Exper­ten zu den weni­ger wich­ti­gen Poli­cen. Der Grund dafür liegt auf der Hand:

Recht­strei­tig­kei­ten ent­ste­hen näm­lich in der Regel nicht plötz­lich. Sie sind meist vor­her­seh­bar. Zudem gibt es Lösungs­mög­lich­kei­ten per Media­ti­on, die kos­ten­güns­tig sind und nicht den Gang vor ein Gericht erfor­dern. Daher lohnt sich ein Abschluss oft nur für Per­so­nen, die ruhig schla­fen wol­len. Decken Sie lie­ber vor­her Gefah­ren ab, die sich aus einem Feu­er, Ein­bruch oder Unfall erge­ben. Das sind häu­fig die exis­tenz­be­dro­hen­den Risi­ken. Nichts des­to trotz gibt es auch den Spruch „Recht haben und Recht bekom­men sind zwei Paar Schu­he“ – des­halb ist der Abschluss im Zwei­fel zu emp­feh­len, zumin­dest eines Tari­fes für den „Worst Case“ mit einer hohen Selbst­be­tei­li­gung. Wenn Sie einen PKW besit­zen und Ver­kehrs­teil­neh­mer sind, ist zumin­dest eine Ver­kehrs­rechts­schutz­ver­si­che­rung emp­feh­lens­wert. Oft erge­ben sich bei Ver­kehrs­un­fäl­len Strei­tig­kei­ten über die Schuld, da ist ein guter Rechts­bei­stand von gro­ßer Bedeu­tung. Wir sind Ihnen bei der Suche nach einer pas­sen­den Ver­si­che­rung ger­ne behilf­lich.

Sind Sie neu­gie­rig gewor­den, eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung das rich­ti­ge für Sie ist? Neh­men Sie Kon­takt zu uns auf und las­sen Sie sich bera­ten.