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Rat­ge­ber: Wert­vol­le Tipps zur Ries­ter-Ren­te

Ries­ter als Bau­stein für Ihren Ruhe­stand

Ihre opti­ma­le Alters­vor­sor­ge umfasst vier Säu­len:

  • Die gesetz­li­che Alters­vor­sor­ge, in die Sie auto­ma­tisch mit Ihren Sozi­al­ver­si­che­rungs­ab­ga­ben ein­zah­len.
  • Die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge, bei der Sie ihr Arbeit­ge­ber unter­stützt.
  • Die Ries­ter-Ren­te
  • Die pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung

Wenn Sie sich allein auf die gesetz­li­che Alters­ren­te ver­las­sen, müs­sen Sie eine Ren­ten­lü­cke in Kauf neh­men. Die­se ist die Dif­fe­renz zwi­schen dem aktu­el­len Gehalt und der zukünf­ti­gen Ren­te. Sie kann durch­aus 50% und mehr betra­gen.

 

Was ist die Ries­ter-Ren­te?

Die Ries­ter-Ren­te wur­de 2001 ein­ge­führt und ist eine staat­lich geför­der­te Alters­vor­sor­ge. Sie soll­te Gering­ver­die­nern einen Ein­stieg in die Ren­ten­vor­sor­ge bie­ten, eig­net sich jedoch unter Umstän­den auch bei höhe­rem Ein­kom­men.

Wel­che Vor­tei­le bie­tet der Ries­ter-Ver­trag?

1. Staat­li­che Zula­gen

Wer kann die Zula­gen bekom­men?

Die Zula­gen erhal­ten Sie, wenn Sie ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­tig sind oder einen Ehe­part­ner haben, der Bei­trä­ge in die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung ein­zahlt. Im letz­te­ren Fall sind Sie mit­tel­bar zula­gen­be­rech­tigt.

Auch wenn Sie einen 450-Euro-Job haben oder Arbeits­lo­sen­geld / Hartz-IV bezie­hen, sind Sie zula­gen­be­rech­tigt.

Wie hoch sind die Zula­gen?

Die Höhe der För­de­rung hängt von Ihrer per­sön­li­chen Situa­ti­on ab:

  • Sie bekom­men als Ver­trags­in­ha­ber 154,00 Euro jähr­lich
  • Für jedes Ihrer Kin­der, das vor 2008 gebo­ren ist, erhal­ten Sie jeweils 185,00 Euro
  • Für Kin­der, die ab dem Jahr 2008 gebo­ren sind, erhal­ten Sie sogar 300,00 Euro pro Kalen­der­jahr
  • Berufs­ein­stei­ger­bo­nus: Wenn Sie bei Abschluss des Ries­ter-Ver­tra­ges maxi­mal 24 Jah­re alt sind, erhal­ten Sie ein­ma­lig 200,00 Euro zusätz­lich

Wie bekom­men Sie die vol­le Zula­ge?

Damit Sie die oben genann­ten Beträ­ge auch tat­säch­lich erhal­ten, müs­sen Sie 4% Ihres Brut­to­ein­kom­mens des Vor­jah­res inner­halb eines Jah­res in die Ries­ter-Ren­te ein­zah­len.

Haben Sie bei­spiels­wei­se im letz­ten Jahr 50.000,00 Euro brut­to ver­dient, so müs­sen Sie 2.000,00 Euro, abzüg­lich der Zula­ge, inner­halb eines Jah­res ein­zah­len.

Der maxi­ma­le För­der­be­trag ist auf 2.100,00 Euro pro Jahr begrenzt. Hier zäh­len die Zula­gen eben­falls dazu. Bei gerin­gem Ein­kom­men müs­sen Sie min­des­tens 60,00 Euro jähr­lich ein­zah­len.

Riester

2. Steu­er­li­che För­de­rung

Neben den Zula­gen, kön­nen Sie die Bei­trä­ge in Ihrer Steu­er­erklä­rung gel­tend machen.
Über­steigt Ihre Ein­zah­lung die “4%-Schwelle” für die vol­len Zula­gen, wird der über­stei­gen­de Anteil von Ihrer Steu­er­last abge­zo­gen. Beson­ders bei einem hohen per­sön­li­chen Steu­er­satz und eher nied­ri­gen Zula­gen lohnt sich das.
Bei der Berech­nung der steu­er­li­chen För­de­rung unter Anrech­nung der Zula­gen wird eine Güns­ti­ger­prü­fung durch­ge­führt. Las­sen Sie sich hier­zu von uns infor­mie­ren.
Die genau­en Aus­wir­kun­gen erfah­ren Sie über Ihren Steu­er­be­ra­ter.

3. Ren­di­te

Die Zula­gen Ihres Alters­vor­sor­ge­ver­trags ver­zin­sen sich mit Ihren eige­nen Ein­zah­lun­gen mit.

Legen Sie zum Bei­spiel 100,00 Euro zu einem Zins von 2% an, erhal­ten Sie nach einem Jahr 2,00 € Zin­sen. Kom­men zu Ihren 100,00 Euro Zula­gen in Höhe von 154,00 Euro dazu, beträgt der Zins nach einem Jahr: 100,00 + 154,00 = 254,00 x 2% = 5,08 Euro.

Sie bekom­men also in die­sem ein­fa­chen Rechen­bei­spiel durch die Zula­gen mit dem­sel­ben Spar­be­trag mehr als dop­pelt so viel Zins.

Der Zins­er­trag fließt in Ihren Ries­ter-Ver­trag und ver­zinst sich jedes Jahr erneut. Das nennt man auch den Zin­ses­zins-Effekt. Wäh­rend der Anspar­pha­se bis zum Ren­ten­ein­tritt fällt kei­ne Abgel­tungs­steu­er an.

Riester

Wie funk­tio­niert das in der Pra­xis?


Die obi­gen Punk­te waren sehr theo­re­tisch. Wie sich das Ries­ter-Spa­ren im Ein­zel­fall aus­wir­ken kann, sehen Sie an dem fol­gen­den Bei­spiel:

Eine Fami­lie mit zwei Kin­dern (gebo­ren 2009 und 2012), bei­de Eltern­tei­le sind ange­stellt

Die Ehe­frau hat einen 450,00 Euro-Job, der Ehe­mann hat ein Jah­res­brut­to­ein­kom­men von 45.000,00 Euro

Ries­ter­ver­trag Ehe­frau:

Jähr­li­che Ein­zah­lung: 60,00 Euro
Zula­ge: 154,00 Euro
Kin­der­zu­la­ge 1: 300,00 Euro
Kin­der­zu­la­ge 2: 300,00 Euro
Gesam­te Spar­leis­tung: 814,00 Euro

Ren­di­te durch Zula­gen: 1.357%

Durch die hohen Zula­gen, bekommt die Ehe­frau kei­nen Steu­er­vor­teil.
Ries­ter­ver­trag Ehe­mann:

Jähr­li­che Ein­zah­lung: 1.646,00 Euro
Zula­ge: 154,00 Euro
Gesam­te Spar­leis­tung: 1.800,00 Euro

Ren­di­te durch Zula­ge: 9,3%

Da der Ehe­mann nur eine gerin­ge Zula­ge bei gleich­zei­tig hoher Ein­zah­lung bekommt, erhält er auch die steu­er­li­che För­de­rung. Die­se beträgt in sei­nem Fall 543,00 Euro.

Das Ehe­paar zahlt gemein­sam ins­ge­samt 1.706,00 Euro im Jahr in die Ren­te ein. In ihren Ver­trä­gen sind dann inklu­si­ve der Zula­gen 2.922,00 Euro.

Die Steu­er­rück­zah­lung erhal­ten sie mit der Steu­er­erklä­rung.

Wie kön­nen Sie einen Ries­ter-Ver­trag abschlie­ßen, wel­che Arten des „Ries­tern“ gibt es?

1. Bank­spar­plan

Mit einem zer­ti­fi­zier­ten Bank­spar­ver­trag kön­nen Sie „ries­tern“. Aktu­ell sind die Zin­sen aller­dings so nied­rig, dass es bes­se­re Alter­na­ti­ven gibt.

2. Ren­ten­ver­si­che­rung

Sie kön­nen eine klas­si­sche Ren­ten­ver­si­che­rung mit Ries­ter-Zer­ti­fi­kat abschlie­ßen. Dabei erhal­ten Sie von der Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft einen ver­ein­bar­ten Garan­tie­zins. Ähn­lich wie bei Lebens­ver­si­che­run­gen, kön­nen Sie eine Über­schuss­be­tei­li­gung bekom­men. Die­se ist jedoch nicht fest­ge­schrie­ben, son­dern von dem Wirt­schaf­ten des Ver­si­che­rers abhän­gig.

3. Fonds­spar­plä­ne

Auf dem Markt gibt es eine Fül­le ver­schie­den aus­ge­stal­te­ter Fonds­spar­plä­ne. In der Regel zeich­nen sie sich dadurch aus, dass die Anla­ge immer risi­ko­är­mer wird, je näher der Ren­ten­ein­tritt rückt. Mit einem Fonds­spar­plan haben Sie kei­ne garan­tier­te Ver­zin­sung, kön­nen jedoch von einer höhe­ren Ren­di­te pro­fi­tie­ren. Es besteht jedoch auch ein Ver­lust­ri­si­ko.

4. Wohn-Ries­tern

Ein Eigen­heim gilt auch als Alters­vor­sor­ge, da im Eigen­heim kei­ne Miet­zah­lun­gen anfal­len. Ein Ries­ter-Bau­spar­ver­trag kann ein Finan­zie­rungs­bau­stein sein.

In der Anspar­pha­se bis zur Dar­le­hens­aus­zah­lung bekom­men Sie Zula­gen, die sich mit Ihren Ein­la­gen mit­ver­zin­sen. In der Dar­le­hens­pha­se flie­ßen die sie in die Til­gung und ent­las­ten Sie bei der Rück­zah­lung.

In der Regel fal­len bei allen Ries­ter-Ver­trä­gen Kos­ten für den Abschluss und die Ver­wal­tung an. Hier lohnt es sich, zu ver­glei­chen. Ger­ne fin­den wir mit Ihnen gemein­sam die für Sie geeig­ne­te Form der Ries­ter-Ren­te.

Riester

Wie ver­steu­ern Sie die Ries­ter­ren­te?

Die Ries­ter­ren­te wird nach­ge­la­gert besteu­ert. Das bedeu­tet, dass Sie in der Anspar­pha­se Ihre Bei­trä­ge steu­er­frei ent­rich­ten.

Sobald Sie sich zur Ruhe set­zen, ist Ihre Ren­te Ihr Ein­kom­men. Die Ries­ter-Ren­te ist in vol­ler Höhe mit Ihrem indi­vi­du­el­len Steu­er­satz zu ver­steu­ern.

Es spielt jedoch kei­ne Rol­le, ob Sie Ihre Ren­te aus der staat­li­chen, einer betrieb­li­chen, einer pri­va­ten oder der Ries­ter-Ren­te bezie­hen. Wenn Sie Ein­künf­te über dem Steu­er­frei­be­trag haben, müs­sen Sie sie ver­steu­ern. Bei der einen Form weni­ger, bei der ande­ren mehr. Die pri­va­te Ren­ten­ver­si­che­rung ist z. B. nicht wie die Ries­ter-Ren­te voll zu ver­steu­ern – sie wird aber in der Anspar­pha­se jedoch nicht geför­dert wie die Ries­ter-Ren­te. Las­sen Sie sich hier­zu von Ihrem Steu­er­be­ra­ter genau bera­ten.

Sind Sie neu­gie­rig gewor­den, wie Sie per­sön­lich von der Ries­ter-Ren­te pro­fi­tie­ren kön­nen? Neh­men Sie Kon­takt zu uns auf und las­sen Sie sich bera­ten.