Das Fahr­rad, des Deut­schen zweit­liebs­tes Kind. Mit maß­ge­schnei­der­ter Absicherung

Rat­ge­ber: Wert­vol­le Tipps zur Fahr­rad- / E-Bike-Versicherung

Wozu eine Fahrradversicherung?

Der Dieb­stahl von hoch­wer­ti­gen Fahr­rä­dern ist längst zu einem Mas­sen­phä­no­men gewor­den: Sta­tis­ti­ken der Poli­zei zufol­ge wer­den jähr­lich rund 1,5 Mil­lio­nen Fahr­rä­der ent­wen­det. Die Auf­klä­rungs­quo­te sol­cher Taten ist hin­ge­gen extrem gering: In vie­len Städ­ten liegt sie unter­halb von 10 %. Anders aus­ge­drückt bedeu­tet dies, dass über 90 % der Opfer die Kos­ten für ein neu­es Fahr­rad selbst auf­brin­gen müs­sen. Dies ist umso ärger­li­cher, je teu­rer und hoch­wer­ti­ger das geklau­te Fahr­rad war – zumal natür­lich auch die Die­be stets Aus­schau nach beson­ders hoch­wer­ti­gen Rädern hal­ten. Je teu­rer das Rad ist, des­to grö­ßer ist also auch die Gefahr eines Dieb­stahls. Dies gilt selbst­ver­ständ­lich ins­be­son­de­re auch für teu­re und hoch­wer­ti­ge E-Bikes.

 Was wird durch die Fahr­rad­ver­si­che­rung abgesichert?

Teil­wei­se ist der Fahr­rad­dieb­stahl bereits durch die Haus­rats­ver­si­che­rung abge­deckt. Die­se greift aller­dings nur, wenn das Fahr­rad regel­mä­ßig in einem abschließ­ba­ren Kel­ler oder einer Woh­nung abge­stellt wird. Eini­ge gute Haus­rat­ver­si­che­rungs­ta­ri­fe bie­ten auch außer­halb ver­schlos­se­ner Räu­me einen Schutz rund um die Uhr. Bei vie­len Haus­rat­ver­si­che­run­gen ist die Ent­schä­di­gungs­gren­ze für den Fahr­rad-Dieb­stahl im mitt­le­ren drei­stel­li­gen Bereich gede­ckelt. Gera­de bei hoch­wer­ti­gen Fahr­rä­dern und E-Bikes reicht dies bei wei­tem nicht für eine Neu­an­schaf­fung aus. In die­sen Fäl­len emp­fiehlt sich die Über­prü­fung Ihrer Haus­rat­ver­si­che­rung oder der Abschluss einer sepa­ra­ten Fahr­rad­ver­si­che­rung. Die­se deckt je nach Aus­ge­stal­tung noch eine Rei­he wei­te­rer Schä­den ab:

1. Schä­den durch Van­da­lis­mus: Sinn­lo­se Zer­stö­rung macht auch vor Fahr­rä­dern nicht Halt. Die Repa­ra­tur­kos­ten kön­nen aber durch­aus erheb­lich sein.

2. Schä­den durch Unfäl­le: Schon ein kur­zer Moment der Unauf­merk­sam­keit kann zu einem Unfall oder Sturz füh­ren. Selbst wenn man selbst dabei nicht zu Scha­den kommt, kön­nen Repa­ra­tu­ren am Fahr­rad not­wen­dig werden.

3. Repa­ra­tur­kos­ten: Fahr­rä­der sind Gebrauchs­ge­gen­stän­de und nicht alle Tei­le hal­ten ewig. Ähn­lich wie bei Autos sind daher regel­mä­ßi­ge Repa­ra­tu­ren not­wen­dig, die auf Dau­er durch­aus teu­er wer­den können.

4. Höhe­re Gewalt: Schä­den durch Über­flu­tun­gen oder ähn­li­che unvor­her­seh­ba­re Wet­ter­phä­no­me­ne kön­nen eben­falls abge­si­chert werden.

5. Unsach­ge­mä­ße Hand­ha­bung: Teil­wei­se gibt es auch eine Art Voll­kas­ko-Ver­si­che­rung für Fahr­rä­der. Selbst Schä­den durch eine fal­sche Hand­ha­bung wer­den dabei von der Ver­si­che­rung übernommen.

E-Bikes sind zudem tech­nisch deut­lich kom­ple­xer auf­ge­baut. In die­sen Fäl­len soll­te dar­auf geach­tet wer­den, ins­be­son­de­re den Akku und ande­re Schä­den an der Elek­tro­nik zu ver­si­chern. Denn ansons­ten kann ein Aus­tausch schnell ziem­lich teu­er werden.

Fahrradversicherung
Fahrradversicherung

Deckt die Ver­si­che­rung sämt­li­che Kos­ten ab?

Im Nor­mal­fall deckt die Ver­si­che­rung die Kos­ten für die Repa­ra­tur oder den Neu­kauf ab. Aller­dings gibt es immer eine Höchst­ver­si­che­rungs­sum­me. Die­se rich­tet sich nach dem jewei­li­gen Zeit­wert des Fahr­rads und kann im Lau­fe der Zeit sin­ken. Kos­ten, die über die Höchst­ver­si­che­rungs­sum­me hin­aus­ge­hen, müs­sen vom Kun­den sel­ber getra­gen wer­den. Gera­de bei E-Bikes und hoch­wer­ti­gen Rädern soll­te daher auf eine aus­rei­chen­de Ver­si­che­rungs­sum­me geach­tet wer­den. Außer­dem ist bei vie­len Ver­si­che­run­gen eine Selbst­be­tei­li­gung inklu­diert. Bei jeder Scha­dens­re­gu­lie­rung muss der Ver­si­cher­te also einen Teil der Kos­ten selbst über­neh­men. Fak­tisch führt dies dazu, dass es bei klei­ne­ren Schä­den sinn­vol­ler ist, die­se direkt selbst repa­rie­ren zu las­sen. Oder anders aus­ge­drückt: Die Ver­si­che­rung ist vor allem für gro­ße und teu­re Schä­den gedacht.

Dar­auf soll­te beim Abschluss einer Fahr­rad­ver­si­che­rung geach­tet werden

Auf dem Markt befin­den sich zahl­rei­che Anbie­ter, die Fahr­rad­ver­si­che­run­gen ver­kau­fen. Dies ist zum einen gut für den Kun­den, weil er aus vie­len Ange­bo­ten aus­wäh­len kann. Auf der ande­ren Sei­te ist es aber auch schwie­rig einen Über­blick zu behal­ten. Bei der Recher­che soll­te daher auf die fol­gen­den Punk­te geach­tet werden:

1. Die rich­ti­ge Ver­si­che­rungs­sum­me: Wie bereits erwähnt, soll­te die Ver­si­che­rungs­sum­me stets dem Wert des Fahr­rads ange­mes­sen sein. Ist sie zu nied­rig, wer­den nicht alle Kos­ten abge­deckt. Ist sie zu hoch, ent­ste­hen unnö­ti­ge Kos­ten für den Ver­si­cher­ten. Die Ver­si­che­rungs­sum­me soll­te daher in etwa dem Wert des ver­si­cher­ten Fahr­rads entsprechen.

2. Alter des eige­nen Fahr­rads: Bei vie­len Tari­fen kön­nen nur Fahr­rä­der bis zu einem bestimm­ten Alter ver­si­chert wer­den. Bei­spiels­wei­se nur E-Bikes, die nicht älter als zwei Jah­re sind.

3. Aus­schluss­kri­te­ri­en: In der Regel sind die Fahr­rä­der rund um die Uhr ver­si­chert. Aller­dings gibt es ande­re Grün­de, wes­halb die Ver­si­che­rung eine Scha­dens­re­gu­lie­rung ver­wei­gern kann. Bei­spiels­wei­se weil das Fahr­rad nicht oder nicht aus­rei­chend gesi­chert war. Vor Abschluss einer Ver­si­che­rung soll­ten die­se Rege­lun­gen genau stu­diert werden.

Zusätz­li­che Optio­nen bei der Fahrradversicherung

Teil­wei­se wer­den Fahr­rä­der zudem zusätz­lich mit extrem hoch­wer­ti­gen Tei­len aus­ge­stat­tet. Dies fängt beim ein­fa­chen Ansteck­licht an und geht bis hin zum teu­ren Fahr­rad­com­pu­ter. Aller­dings ist die­se Zusatz­aus­stat­tung in der Regel nicht durch die nor­ma­le Fahr­rad­ver­si­che­rung abge­deckt. Beim beson­ders teu­ren und hoch­wer­ti­gen Zube­hör kann es daher sinn­voll sein, die­ses zusätz­lich zu ver­si­chern — ent­we­der durch einen Zusatz zur Fahr­rad­ver­si­che­rung oder durch eine eige­ne Versicherung.

Außer­dem ist der Ver­si­che­rungs­schutz nicht immer welt­weit gül­tig. Teil­wei­se gibt es bei­spiels­wei­se eine Lis­te von Län­dern, in denen die Ver­si­che­rung nicht gül­tig ist. Bevor man mit dem Fahr­rad also die Lan­des­gren­ze über­schrei­tet, soll­te man einen Blick in den Ver­si­che­rungs­ver­trag wer­fen. Gege­be­nen­falls muss dann noch ein zusätz­li­cher Schutz abge­schlos­sen wer­den, damit der Urlaub mit Fahr­rad unbe­schwert genos­sen wer­den kann. Ger­ne bera­ten wir Sie hier­bei und fin­den gemein­sam die für Sie pas­sen­de Fahrradversicherung.