Sta­tis­tisch wird jeder 4. Deut­sche ein­mal im Leben berufs­un­fä­hig…”

Rat­ge­ber: Wert­vol­le Tipps zur Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung

Was ist der Sinn einer Berufs­unfähigkeits­versicherung?

Grund­sätz­lich soll­te die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung als finan­zi­el­le Stüt­ze die­nen, falls ein Arbeit­neh­mer nicht mehr unein­ge­schränkt arbeits­fä­hig ist. Doch die Höhe die­ser soge­nann­ten Erwerbs­min­de­rungs­ren­te ist unge­wiss und oft frag­lich – teil­wei­se kann auf die­se Wei­se nicht ein­mal der Lebens­un­ter­halt, geschwei­ge denn der Lebens­stan­dard, gehal­ten wer­den. Unser Rat­ge­ber gibt Ihnen wert­vol­le Tipps, wie Sie sich pri­vat und kos­ten­güns­tig gegen das Risi­ko Berufs­un­fä­hig­keit ver­si­chern kön­nen und wor­auf Sie dabei unbe­dingt ach­ten soll­ten.

Vor­tei­le einer BU-Ver­si­che­rung

Der Abschluss einer BU-Ver­si­che­rung ist in sehr vie­len Fäl­len sinn­voll. Beson­ders für jun­ge Men­schen, Fami­li­en und Arbeit­ge­ber ist Berufs­un­fä­hig­keit ein gro­ßes finan­zi­el­les Risi­ko und kann für enor­me Ein­kom­mens­aus­fäl­le sor­gen. Mit eini­gen Tipps fin­den Sie schnell eine pas­sen­de und hoch­wer­ti­ge Ver­si­che­rung, die Ihren Ansprü­chen gerecht wird.

Ursa­chen für Berufs­un­fä­hig­keit

  • sons­ti­ge Erkran­kun­gen 15,72%
  • Ske­lett- & Bewe­gungs­ap­pa­rat 21,89%
  • Ner­ven- & Psy­che 30,99%
  • Herz- & Gefäß­sys­tem 7,62%
  • Unfäl­le 9,71%
  • Krebs u.ä. 14,07%

Quel­le: MORGEN & MORGEN, Stand 04/2016

Wie funk­tio­niert die BU-Ver­si­che­rung?

Die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, kurz: BU-Ver­si­che­rung, funk­tio­niert recht ein­fach: Durch die Zah­lung eines regel­mä­ßi­gen Jah­res- oder Monats­bei­trags kön­nen Sie sich gegen das Risi­ko der Arbeits­un­fä­hig­keit durch ver­schie­de­ne Krank­hei­ten absi­chern. Tritt eine die­ser Krank­hei­ten ein oder sind Sie auf eine ande­re ver­trag­lich abge­si­cher­te Wei­se nicht mehr fähig, Ihrer Arbeit nach­zu­ge­hen, zahlt Ihnen die Ver­si­che­rung eine Ren­te über die ver­ein­bar­te Lauf­zeit aus. Übri­gens ist die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung oft auch sinn­vol­ler als eine rei­ne Unfall­ver­si­che­rung, da sie sowohl im Fal­le eines Unfalls, als auch bei Krank­hei­ten, zahlt. Und sta­tis­tisch gese­hen sind für über 90 Pro­zent der Fäl­le von Arbeits­un­fä­hig­keit per­ma­nen­te Erkran­kun­gen ver­ant­wort­lich.

Höhe und Zeit­raum der Ver­si­che­rung – dar­auf soll­ten Sie ach­ten

Schlie­ßen Sie die BU-Ver­si­che­rung über einen Zeit­raum ab, nach dem Sie vor­aus­sicht­lich in Ren­te gehen und kal­ku­lie­ren Sie Ihre Ren­ten­aus­zah­lung lie­ber zu hoch als zu nied­rig, selbst wenn Sie dadurch etwas höhe­re Prä­mi­en zah­len müs­sen. So sind Sie abge­si­chert, auch wenn sich der Wert Ihres Gel­des infla­ti­ons­be­dingt mit den Jah­ren abneh­men soll­te. Wäh­len Sie nach Mög­lich­keit einen Ver­trag, der kei­ne soge­nann­te „Ver­wei­sungs­klau­sel“ ent­hält. So kön­nen Sie sicher­ge­hen, dass die Ver­si­che­rung auch zahlt, wenn Sie in einem ande­ren gleich­wer­ti­gen Beruf arbei­ten. Gute Anbie­ter bie­ten Ihnen außer­dem die Mög­lich­keit, den Ver­trag über einen gewis­sen Zeit­raum – zum Bei­spiel bei vor­über­ge­hen­der Arbeits­lo­sig­keit – bei­trags­frei zu stel­len. Dies ist auch bei vie­len Lebens­ver­si­che­run­gen der Fall. Wenn Sie außer­dem in Betracht zie­hen, eine Lebens­ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen, gibt es auch die Mög­lich­keit einer Kom­bi­na­ti­on der bei­den Pro­duk­te. Die­se wird „BUZ“, Berufs­un­fä­hig­keits­zu­satz­ver­si­che­rung, genannt. Vor­teil: Ein Ver­trag, der bei­de Fäl­le abdeckt, ist in der Regel güns­ti­ger.

Was ist mei­ne Arbeits­kraft eigent­lich wert?

Ihre Arbeits­kraft ist € wert!

*Ohne Gehalts­stei­ge­run­gen, Zusatz­ge­häl­ter und Infla­ti­on

Wich­tig: Gesund­heits­check und Kran­ken­ge­schich­te

Ver­brau­cher­schüt­zer raten dazu, die Anga­ben zu Vor­er­kran­kun­gen sehr sorg­fäl­tig zu machen. Geben Sie Ihre Kran­ken­ge­schich­te lücken­haft oder nicht wahr­heits­ge­mäß an, kann dies zum Streit mit dem Ver­si­che­rer füh­ren und Sie kön­nen Recht auf Ren­ten­aus­zah­lung ver­lie­ren. Hier müs­sen Sie beson­ders vor­sich­tig sein. Sogar ein nicht ange­ge­be­ner Hexen­schuss in der Ver­gan­gen­heit kann zur Ableh­nung der Zah­lung und jah­re­lan­gen Pro­zes­sen füh­ren. Um sich an Ihre vor­ver­trag­li­che Anzei­ge­pflicht zu hal­ten, sei­en Sie bei der Anga­be Ihrer Kran­ken­ge­schich­te so ehr­lich und offen wie mög­lich. Sie kön­nen auch die Ärz­te, die Sie in den letz­ten Jah­ren behan­delt haben, um eine Abschrift Ihrer kom­plet­ten Kran­ken­ak­te bit­ten, und die­se direkt dem Ver­si­che­rer zukom­men las­sen. Dies bedeu­tet zwar eini­gen Auf­wand, stellt aber sicher, dass Sie der Anzei­ge­pflicht umfas­send und ver­trags­ge­mäß nach­ge­kom­men sind.

Kos­ten einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Die Kos­ten einer Berufs­unfähigkeits­versicherung sind von ver­schie­de­nen Fak­to­ren abhän­gig. Neben der Höhe der Ren­te und der Lauf­zeit des Ver­tra­ges spie­len das Alter bei Ver­trags­be­ginn und der Beruf eine ent­schei­den­de Rol­le. Je jün­ger Sie beim Abschluss einer BU-Ver­si­che­rung sind, des­to gerin­ger sind auch die Kos­ten. So kön­nen auch mög­li­che Risi­ko­zu­schlä­ge ver­hin­dert wer­den: Denn wird die Ver­si­che­rung in höhe­rem Alter und mit alters­ty­pi­schen Vor­er­kran­kun­gen abge­schlos­sen, kann der Ver­si­che­rungs­schutz teu­rer oder sogar abge­lehnt wer­den. Auch der Beruf beein­flusst die Höhe der Prä­mie. Kör­per­lich anstren­gen­de Beru­fe wer­den als risi­ko­rei­cher bewer­tet und füh­ren zu teu­re­ren Tari­fen. So zahlt ein Büro­an­ge­stell­ter einen wesent­lich gerin­ge­ren Bei­trag, als ein gleich­alt­ri­ger Hand­wer­ker mit ähn­li­cher Kran­ken­ge­schich­te.

Berufs­un­fä­hig­keit: Sinn­vol­ler Vor­sor­ge­schutz für Arbeit­neh­mer

Neun von zehn Erwerbs­un­fä­hi­gen sind unter 40 Jah­ren alt – den­ken Sie also nie, dass Sie zu jung für eine BU-Ver­si­che­rung sind. Je jün­ger Sie sind, des­to weni­ger zah­len Sie. Doch m Alter steigt das Risi­ko, arbeits­un­fä­hig zu wer­den, eben­so rapi­de an. Auch mit über 50 kann eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung bei nur klei­nen Vor­er­kran­kun­gen sehr sinn­voll sein. Durch eine BU-Ver­si­che­rung kann die Erwerbs­min­de­rungs­ren­te auf­ge­stockt wer­den und Sie kön­nen die Zeit bis zur gesetz­li­chen Alters­ren­te über­brü­cken, ohne an Lebens­stan­dard ein­zu­bü­ßen. Eine gute Poli­ce muss auch nicht teu­er sein: Es gibt zahl­rei­che güns­ti­ge Poli­cen, die sehr leis­tungs­stark sind. Befin­den Sie sich erst am Anfang Ihrer Berufs­kar­rie­re, kön­nen Sie oft auch mit einem gerin­ge­ren Bei­trag ein­stei­gen und die­sen auf­sto­cken, wenn Sie spä­ter mehr ver­die­nen.