Schüt­zen Sie sich finan­zi­ell gegen Schä­den durch Ihren Hund

Rat­ge­ber: Wert­vol­le Tipps zur Hundehalterhaftpflichtversicherung

War­um muss ich mei­nen Hund versichern?

Tie­re haben für die meis­ten Men­schen den Stel­len­wert eines see­li­schen Beglei­ters. Sie kön­nen sogar die Rol­le eines Gesprächs­part­ners und Trös­ters ein­neh­men. Dass ein Hund Böses anrich­tet, ist für vie­le Hal­ter gar nicht vor­stell­bar. Doch der Ein­druck trügt: Über­grif­fe von Hun­den auf Men­schen und Gegen­stän­de haben in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der Schlag­zei­len gemacht; neue Fäl­len kom­men wöchent­lich hin­zu. Daher raten Ver­brau­cher­ex­per­ten zum Abschluss einer Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung. Es muss ja nicht mal ein bös­wil­li­ger Über­griff sein – es reicht, wenn Ihr Hund ein­fach aus­buchst, über die Stra­ße rennt, ein Auto­fah­rer aus­wei­chen muss und dabei einen Unfall ver­ur­sacht. Denn eines ist gewiss: Im Scha­dens­fall wird nicht der Hund zur Wie­der­gut­ma­chung her­an­ge­zo­gen, son­dern Herr­chen und Frauchen.

Das Leis­tungs­spek­trum der Hundehalterhaftpflichtversicherung

Das Bür­ger­li­che Gesetz­buch schreibt vor, dass Sie als Tier­hal­ter selbst dann für Schä­den Ihres Hun­des auf­kom­men müs­sen, wenn Ihnen eine Schuld nicht ein­deu­tig nach­ge­wie­sen wer­den kann. Damit sind Sie grund­sätz­lich immer in der Leistungspflicht.
Die Leis­tun­gen der Hun­de­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung ähneln sehr stark denen der Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung. Die­se schließt Hun­de aber aus dem Kreis des Ver­si­che­rungs­schut­zes aus. Als kon­kre­te Leis­tun­gen wer­den in der Spe­zi­al­po­li­ce finan­zi­el­le Ent­schä­di­gun­gen für fol­gen­de Schä­den vorgesehen:

  • Schä­di­gun­gen einer oder meh­re­rer Personen
  • Schä­di­gun­gen von Sachen
  • Ver­mö­gens­schä­den

Teil­wei­se rei­chen Ver­trä­ge auch in die Sphä­re der Rechts­schutz­ver­si­che­rung hin­ein. Dann wer­den Gerichts- und Pro­zess­kos­ten über­nom­men. Hin­ge­gen fal­len Kran­ken- oder OP-Kos­ten für einen Hund nicht unter die Deckung der Hun­de­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung. Dafür gibt es spe­zi­el­le Tari­fe aus der Kran­ken­ver­si­che­rung für Hunde.
Ein Ver­si­che­rungs­schutz für Hal­ter ist eini­gen Bun­des­län­der sogar zwin­gend vor­ge­schrie­ben. Grün­de dafür lie­gen in schwe­ren Per­so­nen­un­fäl­len in der Ver­gan­gen­heit, in denen Opfer nicht ent­schä­digt wer­den konn­ten. Im Jahr 2016 bestand in Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg, Nie­der­sach­sen, Ber­lin, Sach­sen-Anhalt und Thü­rin­gen eine sol­che Pflicht. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die rest­li­chen Bun­des­län­der hier nachziehen.
Beauf­tra­gen Sie einen Hun­de­sit­ter mit dem Gas­si­ge­hen oder geben wäh­rend eines Urlaubs Ihren Vier­bei­ner für län­ge­re Zeit in frem­de Hän­de, stellt sich die Fra­ge nach dem Ver­si­che­rungs­schutz. Die meis­ten Hun­de­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­run­gen ver­si­chern Hun­de­hü­ter ohne wei­te­re Anzei­ge­pflicht mit.
In den Ver­trä­gen ist auch meist der unge­woll­te Deck­akt ein­ge­schlos­sen. Dar­un­ter wer­den vor allem unge­woll­te Schwan­ger­schaf­ten ver­stan­den – es gibt jedoch auch gute Poli­cen am Markt, wel­che auch den gewoll­ten Deck­akt einschließen.
Rei­sen bedeu­ten für Hun­de viel Stress. Schä­den an Per­so­nen und Sachen kön­nen sich auch im Aus­land zutra­gen. Solan­ge Sie sich nicht dau­er­haft aus­wärts auf­hal­ten, sind sol­che Gefah­ren regel­mä­ßig über eine bestehen­de Poli­ce abgedeckt.

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In die­sen Fäl­len besteht kein Schutz

Die meis­ten Ver­trä­ge schlie­ßen bestimm­te Risi­ken aus. Ein Hun­de­hal­ter kann bei­spiels­wei­se kei­ne Schä­den gel­tend machen, die sich auf ihn selbst oder sei­nen Besitz bezie­hen. Nur gegen­über Drit­ten grei­fen dann ver­ein­bar­te Leis­tun­gen. Vor­sicht: Selbst Fami­li­en­mit­glie­der, die zum Zeit­punkt eines Scha­dens bei Ihnen woh­nen, genie­ßen kei­nen Ver­si­che­rungs­schutz und wer­den nicht dem Kreis der Drit­ten zugerechnet.
Eini­ge Ver­si­che­rungs­kon­zer­ne leh­nen bestimm­te Ras­sen kate­go­risch ab. Der Hin­ter­grund dafür ist, dass bei­spiels­wei­se Kampf­hun­de sta­tis­tisch gese­hen ein höhe­res Risi­ko­po­ten­ti­al mit sich brin­gen. Ande­re Poli­cen ermög­li­chen hin­ge­gen jedem Hun­de­hal­ter einen Schutz. Dafür ver­lan­gen sie aber höhe­re Bei­trä­ge und die Ein­hal­tung recht­li­cher Rah­men­be­din­gun­gen für Risi­ko­hun­de. Hal­ten Sie Ihren Vier­bei­ner bei­spiels­wei­se nicht an der Lei­ne oder haben kei­nen Maul­korb abge­bracht, sind die Ver­si­che­rer dann im Scha­dens­fall leis­tungs­frei. Nur eini­ge Ver­trä­ge sehen einen Schutz bei einem Ver­stoß gegen die Hal­ter­pflich­ten vor. Las­sen Sie sich hier­zu von uns beraten.
Der Gesetz­ge­ber schreibt eine Min­dest­de­ckungs­sum­me in Höhe von einer Mil­lio­nen Euro vor. Was sich zunächst nach einem aus­rei­chen­den Schutz anhört, kann in Ein­zel­fäl­len zu wenig sein. Löst ein Hund einen schwe­ren Ver­kehrs­un­fall mit Toten und Ver­letz­ten aus, ent­ste­hen weit­aus höhe­re Schä­den. Durch­fors­ten Sie daher Ihre Ver­trä­ge, um nicht auf dem finan­zi­el­len Risi­ko sit­zen­zu­blei­ben! Ver­si­che­rungs­ex­per­ten hal­ten eine Sum­me ab fünf Mil­lio­nen Euro für angemessen.

Behal­ten Sie den Über­blick über Kos­ten und Laufzeit!

Eine gute Hun­de­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung gibt es schon für wenig Geld: Ab 60 – 70 Euro im Jahr sind Sie dabei. Deut­li­che Nach­läs­se erge­ben sich für Per­so­nen, die eine Selbst­be­tei­li­gung wäh­len. Auch gewäh­ren Ver­si­che­rer oft Rabat­te, wenn Sie sich für eine Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung bei dem­sel­ben Kon­zern ent­schei­den. Mit dem Risi­ko für die Ver­si­che­rer stei­gen außer­dem die Bei­trä­ge. Wer bestimm­te Ras­sen ver­si­chern will, muss Zuschlä­ge in Kauf neh­men. Auch eine sehr hohe Deckungs­sum­me führt oft zu höhe­ren Beiträgen.
Die Min­dest­ver­trags­lauf­zeit beträgt meis­tens ein Jahr. Ver­trä­ge ver­län­gern sich auto­ma­tisch immer wei­ter, wenn Sie nicht rechts­zei­tig kün­di­gen. Man­che Ver­si­che­rer bie­ten auch Poli­cen mit 3-jäh­ri­ger Lauf­zeit an. Es emp­fiehlt sich in regel­mä­ßi­gen Abstän­den, die Poli­cen zu über­prü­fen. Des­halb emp­feh­len wir grund­sätz­lich Ver­trä­ge mit einer Dau­er von einem Jahr. Gera­de die Deckungs­sum­men soll­ten aus­rei­chend sein. Übri­gens: Ein neu­ge­bo­re­nes Jung­tier wird in vie­len Ver­trä­gen kos­ten­los für ein Jahr über die Mut­ter mit­ver­si­chert. Zu einer Emp­feh­lung gehört nicht nur der Bei­trag, es kommt vor allem auf die Leis­tun­gen bzw. ein gutes Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis an. Ger­ne hel­fen wir Ihnen, den pas­sen­den Ver­si­che­rungs­schutz zu wählen.

Das Maß aller Din­ge: Die eige­nen Ansprüche

Die Haft­pflicht­ver­si­che­rung gehört nach Ver­brau­cher­schüt­zen zu den wich­tigs­ten Poli­cen. Denn ein Miss­ge­schick ereig­net sich schnel­ler als man denkt. Auch als Hun­de­hal­ter soll­ten Sie daher nicht auf einen Schutz ver­zich­ten, da Sie allein den finan­zi­el­len Scha­den eines treu­en Vier­bei­ners erset­zen müs­sen. Der Biss in die Wade kann sehr teu­er werden.
Eine Hun­de­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung sichert Sie gegen finan­zi­el­le Risi­ken ab. Sie ent­bin­det Sie aber nicht von einer Sorg­falts­pflicht. Reflek­tie­ren Sie vor einem Abschluss unbe­dingt Ihre Bedürf­nis­se. Gera­de bei den Deckungs­sum­men exis­tie­ren erheb­li­che Unter­schie­de. Alte Poli­cen wei­sen meist zu klei­ne Sum­men auf.