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Was angehende Haustierbesitzer beachten sollten

Was angehende Haustierbesitzer beachten sollten

Ein Haustier bringt nicht nur viel Freude ins Leben seiner neuen Besitzer, sondern auch einige Kosten. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Haustier anzuschaffen, sollte zum einen die laufenden Kosten wie Futter und mögliche Steuern kennen. Zum anderen müssen Tierhalter auf ungeplante Ausgaben wie Tierarztrechnungen vorbereitet sein. Mit wie viel Geld bei welchem Tier zu rechnen ist, lässt sich aus den Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Erfahrung bringen.

Was sind die beliebtesten Haustiere

Die meisten Deutschen Haustierhalter haben eine Katze: Seit vielen Jahren stehen die sogenannten „Stubentiger“ ganz oben in der Gunst der Deutsche, etwa jeder Dritte hat eine Katze zu Hause (29 %). Etwas geringer vertreten ist der domestizierte Nachfahre des Wolfs: Mehr als jeder fünfte Deutsche besitzt einen Hund (21 %). Dahinter folgen Kleintiere (9 %) und Vögel (6 %).

Hunde gelten als treuer Freund, Katzen sind hingegen deutlich eigensinniger. Nager wie Meerschweinchen, Hamster und Kaninchen sind auch für Kinder geeignet und Reptilien werden von Menschen bevorzugt, die es etwas exotischer mögen. Eines sollte jedoch allen (angehenden) Besitzern klar sein: Ein Tier ist niemals Accessoires oder Spielzeug, sondern ein Lebewesen. Daher gilt: Wer Besitzer eines Tieres werden möchte, der muss sich vorher umfassend informieren.

So viel kostet eine Katze

Die Lebenserwartung einer Katze kann bis zu 20 Jahre sein. Nach Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes geben Katzenbesitzer pro Tier insgesamt rund 11.450 Euro aus. In diesen Kosten sind die Ausgaben für normale Ausstattung, Standardimpfungen und Futter enthalten. Allerdings rät der Verein Besitzern zur finanziellen Vorsorge für den Fall ungeplanter Ausgaben, denn Tierarztrechnungen können sehr schnell sehr teuer werden.

Wie viel Geld müssen Hundebesitzer einplanen?

Hunde haben je nach Rasse und Größe eine ganz unterschiedliche Lebenserwartung. Ein Alter von mehr als 10 Jahren erreichen aber die meisten Hunde. Über die gesamte Lebensdauer müssen Besitzer je nach Größe des Tieres mit Kosten zwischen 12.000 und 17.000 Euro rechnen. Auch hier rät der Tierschutzbund zur selben bzw. zu einer noch größeren finanziellen Vorsorge für Tierarztkosten. Insbesondere mit großen Hunden kann ein Tierarztbesuch extreme Kosten verursachen, da teure Wirkstoffe entsprechend dem Gewicht des Tieres dosiert werden.

Wie können Tierbesitzer finanziell gegen ungewollte Kosten vorsorgen?

Während die Hundehalterhaftpflichtversicherung nur in wenigen Bundesländern für alle Rassen Pflicht ist, wird sie von der Mehrheit der Länder immerhin empfohlen. Unser Fazit ist: Jeder Hundebesitzer sollte sich mit der Hundehalterhaftpflicht absichern. Gute Tarife kosten selten dreistellige Summen pro Jahr, bieten aber zugleich Schutz vor millionenschweren Forderungen, wenn der eigene Hund z. B. einen Autounfall mit Personenschaden verursacht.

OP- und/oder Krankenversicherungen können hingegen sowohl Katzen- als auch Hundebesitzer abschließen. Aber ist ein solcher Versicherungsschutz tatsächlich sinnvoll?

Lassen Sie uns dafür noch einmal einen Blick auf die Empfehlung des Deutschen Tierschutzbundes werfen: „Tierhalter sollten für den Fall unerwarteter Kosten finanziell vorsorgen.“

Das kann erst einmal zweierlei bedeuten: Entweder Sie verdienen genug Geld, damit Sie plötzlich anfallende Tierarztrechnungen aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen können, oder Sie brauchen jemanden, der diese Rechnungen für Sie bezahlt (eine Versicherung).

Wie teuer kann ein Besuch beim Tierarzt werden?

Das hängt natürlich ganz vom Leiden Ihres Tieres ab, aber lassen Sie es uns anhand eines Beispiels verdeutlichen. Anstatt uns hier etwas aus den Fingern zu saugen, greifen wir auf den Erfahrungsbericht eines echten Tierarztes, Ralph Rückert (https://www.tierarzt-rueckert.de/) zurück, der in seinem Blog folgende Fälle beschreibt:

Fall 1: „Eine Stubenkatze stürzt vom Balkon im dritten Stock auf den betonierten Vorplatz. Beim Tierarzt werden eine schwere Zahn- und Kieferverletzung, eine gerissene Harnblase und Frakturen des Beckens und eines Vorderbeines festgestellt. Durch intensive und aggressive Therapie unter Heranziehen von Spezialisten ist das alles zu managen, aber die Endabrechnung beläuft sich auf über 6000 Euro.“

Fall 2: „Ein Hund infiziert sich durch Trinken aus einer Pfütze mit Leptospirose. Die Krankheit wird – wie fast immer – relativ spät identifiziert und es kommt zu einem schweren Krankheitsverlauf mit Nieren- und Leberbeteiligung. Nach sieben Tagen stationärem Aufenthalt und intensiver Therapie kann das Leben des Tieres zwar als gerettet angesehen werden, aber es sind Behandlungsgebühren in Höhe von 4400 Euro aufgelaufen.“

Die wenigsten Menschen werden mit ihrem regelmäßigen Einkommen unerwartete Ausgaben in dieser Höhe einfach aus eigener Tasche bezahlen können. Deshalb stehen Sie dann vor der Wahl, sich das Geld zu leihen, einen Kredit aufzunehmen oder im schlimmsten Fall das Tier einschläfern zu lassen. Damit Sie sich mit solchen Gedanken erst gar nicht beschäftigen müssen, gibt es entsprechende OP- und Krankenversicherungen.

Alles Wissenswerte über Tier OP- und Krankenversicherungen und worauf Sie beim Abschluss eines entsprechenden Vertrages achten sollten haben wir für Sie in unserem Ratgeber „Krankenversicherung für Hund und Katze“ zusammengetragen.

 

 

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