Die Grundfähigkeitenversicherung

Ratgeber: Wertvolle Tipps zur Grundfähigkeitsversicherung

Wenn die Gesundheit nicht mitspielt – Die Grundfähigkeitsabsicherung als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die meisten Menschen denken, ihr wertvollster Besitz sei Ihr Depot oder ihre Immobilie. Aber haben Sie sich schon einmal ausgerechnet, wie viel Geld Sie noch verdienen, wenn Sie bis zum Renteneintritt arbeiten? Besonders wenn Sie noch am Anfang der Karriere stehen, reden wir hier oft von siebenstelligen Beträgen. Planen Sie den Kauf eines Eigenheims oder möchten Sie eine Familie gründen? Dann sichern Sie Ihre Arbeitskraft ab, denn ohne Einkommen sind diese Lebenspläne oft nicht finanzierbar.
Gibt es dafür nicht die Berufsunfähigkeitsversicherung? Richtig, aber nicht jeder kann diese Versicherung abschließen. Arbeiten Sie in Ihrem Beruf stark körperlich? Falls ja, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass eine vernünftige Absicherung Sie einen dreistelligen Betrag im Monat kostet. Und lässt es Ihr Gesundheitszustand überhaupt zu, dass eine Gesellschaft Sie absichert? Wenn mindestens einer der Fälle auf sie zutrifft, dann lesen Sie jetzt aufmerksam weiter. Die Grundfähigkeitsversicherung ist eine echte Alternative für Sie!

Wenn Sie eine Fähigkeit verlieren zahlt die Versicherung – auch wenn Sie noch arbeiten

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wird geprüft, ob Sie Ihre Arbeit für mindestens 6 Monate zu weniger als 50 % ausführen können. Bei der Grundfähigkeitsversicherung schaut man einfach, ob eine versicherte Fähigkeit noch ausgeführt werden kann oder nicht. Ein Beispiel: Sie haben Rückenprobleme. Bücken ist unmöglich. Wenn der Arzt das auch feststellt und Sie die Grundfähigkeit des Bückens mitversichert haben, leistet die Versicherung. Ob Sie den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen und sich eigentlich gar nicht bücken müssen spielt keine Rolle.
Ein Negativbeispiel ist die Sehfähigkeit. Um eine Leistung aus der Grundfähigkeitsversicherung zu bekommen, müssen Sie oft erblindet sein, oder zumindest einen großen Teil Ihrer Sehkraft verloren haben. Wenn Sie jedoch Migräneanfälle bekommen, weil Sie 8 Stunden am Tag auf einen Bildschirm schauen, dann leistet die Grundfähigkeitsversicherung nicht, obwohl Sie möglicherweise berufsunfähig sind. Beide Versicherungsarten haben also ihre Vorteile. Aber für wen eignet sich welche Versicherung?

Grundfähigkeitsversicherung für Handwerker

Körperliche Arbeit? Die Grundfähigkeitsversicherung ist gnädig

Wer in einem körperlichen Job arbeitet und schon einmal versucht hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, der weiß, dass es teuer werden kann. Die Versicherer verlangen für eine angemessene Absicherung oft hohe dreistellige Monatsbeiträge – hier spricht man teilweise von sogenannten „Abwehrprämien“.
Bei der Grundfähigkeitsversicherung sind die Beiträge für körperlich Tätige Personen meistens deutlich günstiger als bei der Berufsunfhähigkeitsversicherung.

Gesundheitsprüfung – einfacher als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, sollte sich auf eine sehr detaillierte Gesundheitsprüfung und oft eine strenge Entscheidung einstellen. Manchmal führen selbst harmlose Infekte oder Allergien zu Ausschlüssen und anderen Einschränkungen im Versicherungsschutz.
Bei der Grundunfähigkeitsversicherung gibt es auch eine Gesundheitsprüfung und es wird z. B. nach bereits vorhandenen Einschränkungen der Grundfähigkeit gefragt. Auch ein eventuell vorhandener Grad der Behinderung muss angegeben werden. Weitere Fragen unterscheiden sich von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich, jedoch ist die Prüfung meistens nicht so streng wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung.
In beiden Fällen gilt jedoch, dass Sie die Gesundheitsfragen im Antrag in jedem Fall wahrheitsgemäß beantworten müssen, um keine Schwierigkeiten im Leistungsfall zu riskieren. Wir helfen Ihnen gerne auf Wunsch mit einer vorgeschalteten Risiko-Voranfrage.

In der Praxis – Welche Fähigkeiten können Sie absichern?

Bei Grundfähigkeiten denkt man zunächst an alltägliche Tätigkeiten wie laufen, bücken, knien und heben. Oft bietet eine Grundfähigkeitsversicherung aber viel mehr. Wie im vorigen Beispiel genannt, können Sie auch Ihr Sehvermögen absichern. Spezielle Fähigkeiten, wie zum Beispiel der Gleichgewichtssinn oder der Geruchssinn können ebenfalls versichert werden. In einigen Tarifen ist es sogar möglich den Verlust des Führerscheins zu versichern. Natürlich nur, wenn Sie ihn aus gesundheitlichen Gründen entzogen bekommen!
Und wie wird jetzt genau festgestellt, ob eine Fähigkeit noch vorhanden ist? Klar, wer nach einem Autounfall im Rollstuhl sitzt, kann offensichtlich einige der oben genannten Tätigkeiten nicht mehr ausüben. Aber wie ist das zum Beispiel beim Gleichgewicht? Diese Grundfähigkeit kann an einer Leiter geprüft werden. Eine Definition der Grundunfähigkeit könnte lauten: „Ist nicht mehr fähig eine Leiter bis zur vierten Stufe sicher und selbstständig zu besteigen“.
Diese Definitionen sind nur Beispiele und weichen, wie bereits erwähnt, von Gesellschaft zu Gesellschaft ab!
In den meisten Tarifen gibt einen Punktekatalog und die versicherten Fähigkeiten sind jeweils mit einer Punktezahl versehen. Erreicht man eine vordefinierte Punktzahl, erhält man die Leistung. Das kann teilweise durch den Verlust einer Grundfähigkeit sein, wenn diese mit einer entsprechend hohen Punktzahl versehen ist (z. B. Sehen) oder durch die Kombination mehrerer Grundfähigkeiten mit jeweils weniger Punkten (z. B. gleichzeitig „Nicht lange stehen können“, „Gehen“ und „Treppe steigen“).

Fazit – Mehr als eine Alternative zur Berufsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist in Deutschland nicht nur die weit verbreitetste Form der Arbeitskraftabsicherung – sie ist von den Fachleuten und sogar Gerichten die am meisten anerkannte Versicherungsform, sozusagen die „Nummer 1 unter den Arbeitskraftabsicherungen“.
Es ist jedoch auch Fakt, dass sie vielen Kunden einfach nicht zugänglich ist. Entweder aufgrund der strengen Gesundheitsprüfung, oder aufgrund des hohen Beitrages für bestimmte Berufsgruppen. Wer also nicht die Möglichkeit hat, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, hat mit der Grundfähigkeitsversicherung eine Alternative. Diesen Bedarf haben mittlerweile einige Versicherungsgesellschaften erkannt, deshalb gibt es immer mehr gute Tarife am Markt.
Das Hauptargument für die Grundfähigkeitsversicherung sind die vereinfachten Gesundheitsfragen. Sie haben jedoch gesehen, dass diese Versicherungsform auch in anderen Bereichen ihre Stärken hat. Die Feststellung eines Leistungsfalls ist deutlich unkomplizierter und insbesondere bei körperlichen Berufen ist die Grundfähigkeitsversicherung oftmals deutlich günstiger.
Welche Versicherung passt besser zu Ihnen? Lassen Sie sich bei uns beraten!