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hochsaison für einbrecher

So sichern Sie Ihr Eigenheim gegen ungebetene Eindringlinge

Gelegenheit macht Diebe und eben solche Gelegenheiten bieten sich in der dunklen Jahreszeit zur Genüge. Wenn die Tage kürzer werden, sind auch Einbrecher wieder auf dem Vormarsch. Mehr als 120.000 Wohnungseinbrüche wurden 2017 gemeldet. Das sind deutlich mehr Einbrüche als noch vor fünf oder zehn Jahren. Zum Vergleich: 2006 gab es deutschlandweit noch 106.000 registrierte Einbrüche. Besonders erschreckend bleibt die geringe Aufklärungsquote von gerade einmal 20 Prozent. Der Großteil aller Einbrecher kommt nach wie vor ungestraft davon.

Der aktuelle Einbruch-Report des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) macht die fatalen Fehleinschätzungen vieler Deutscher zum Thema Einbruch deutlich. Obwohl die zunehmende Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden, von zwei Dritteln der Bevölkerung wahrgenommen wird, unterschätzen viele noch immer das persönliche Risiko. Fast die Hälfte der Befragten ist überzeugt, bei ihnen sei nichts zu holen und das es deutlich interessantere Objekte gäbe. Jeder Dritte wähnt sich allein durch seine Wohnlage in Sicherheit.

Vielerorts haben Einbrecher deshalb leichtes Spiel, denn nur ein Bruchteil der Bevölkerung investiert in die Sicherung von Haus und Wohnung. Abschließbare Fenstergriffe gehören nur bei jedem Vierten zur Ausstattung und lediglich 20 Prozent haben zusätzliche Türschlösser, Sicherungen an Balkon- und Terrassentüren oder gar Schließketten an den Eingangstüren installiert. Dabei haben sich mechanische Sicherungen als sehr effizient herausgestellt. Die Statistik zeigt, werden Einbrecher durch Sicherungen länger als drei Minuten aufgehalten, brechen Sie den Einstiegsversuch in den meisten Fällen frühzeitig ab. Im vergangenen Jahr scheiterten so 44,3 Prozent der Einbrüche.

Wer gegen Einbrecher sinnvoll vorsorgen will, der muss sich zuerst mit den Schwachstellen seines Eigenheims vertraut machen. Mit den passenden Vorkehrungen und Sicherungen kann das Eindringen ungebetener Gäste effektiv verhindert werden.

 

So machen Sie Langfingern das Leben schwer:

Fenster: Gekippte Fenster sind für geübte Einbrecher wie offene Fenster. Innerhalb weniger Sekunden ist das Fenster nahezu geräuschlos aufgehebelt. Schließen Sie deshalb alle Fenster, wenn Sie das Haus verlassen, auch wenn Sie nur kurze Zeit abwesend sind. Rollläden sollten nur in der Nacht geschlossen werden, denn am Tag signalisieren sie Abwesenheit und können Einbrecher sogar anlocken. Zusätzlichen Schutz gewähren mechanische Sicherungen wie abschließbare Fenstergriffe, Pilzkopfverriegelungen und Gitter.
Haustüren: Türen sollten generell nicht nur zugezogen sondern mit dem Schlüssel zweifach abgesperrt werden. Ersatzschüssel sollten niemals in unmittelbarer Nähe zur Haustür aufbewahrt werden. Erfahrene Diebe finden auch die cleversten Verstecke. Mit verstärkten Scharnieren, Türbändern und Schließblechen können Einbrecher am Aufbrechen der Haustür gehindert werden. Querriegel, Kastenschlösser und gegen Aufbohren resistente Profischließzylinder bieten zusätzliche Sicherheit.
Balkon- und Terrassentüren: Ähnlich wie Fenster lassen sich Balkon- und Terrassentüren mit Zusatzsicherungen an Rahmen und Griffen schützen. Ratsam sind darüber hinaus Außenbeleuchtungen mit Bewegungsmeldern um Einbrecher abzuschrecken, denn große Glasflächen bleiben ein natürlicher Schwachpunkt solcher Türen.
Lichtschächte und Kellerfenster: Gitter auf Lichtschächten sollten gegen das einfache Herausheben gesichert und Kellerfenster gleichwertig wie alle anderen Fenster geschützt werden.
Alarmanlagen: Elektronische Sicherheitssysteme können einen Einbruch nicht verhindern, nehmen Einbrechern aber die Zeit unentdeckt zu handeln und haben deshalb einen stark abschreckenden Effekt. Sie können eine sinnvolle Ergänzung zu mechanischen Sicherungen sein.

Zusätzliche Tipps für Wohnungen und Mehrfamilienhäuser:

Alle Türen im Haus (Haupteingang, Keller, Dachboden, etc.) sollten stets verschlossen sein.
Prüfen Sie wer das Haus betreten will, bevor Sie per Fernschaltung die Tür öffnen.
Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Grundstück und sprechen Sie diese bei Verdacht an.
Vermitteln Sie stets einen bewohnten Eindruck in allen Hausparteien. Verabreden Sie mit ihren Nachbarn das regelmäßige Leeren der Briefkästen, z.B. wenn jemand im Urlaub ist.
Alarmieren Sie in dringenden Verdachtsfällen wie bei ausgelösten Alarmanlagen oder Hilferufen umgehend die Polizei.
Neben der fachmännischen Beratung sind für die Funktionsgewährleistung jeder Sicherungstechnik der sachkundige Einbau und die regelmäßige Wartung unabdinglich. Wer sein Eigenheim mit gezielten Investitionen wirksam gegen Einbrecher schützen will, kann bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine Förderung in Höhe von bis zu 1500 Euro pro Wohneinheit beantragen. Informationen dazu erhalten Sie unter www.kfw.de.

Auch auf dem Grundstück rund um das Wohnhaus sollten Sie Dieben das Leben so schwer wie möglich machen. Dafür sollten Aufstiegshilfen unter Fenstern und Balkonen beseitigt, dichte Bepflanzung vor dem Haus vermieden und einbruchgefährdete Bereiche bei Dunkelheit beleuchtet werden. Darüber hinaus sollten Gartentore bei Abwesenheit stets verschlossen sein.

Leider können auch umfassende Sicherungen und vorbildliches Verhalten keinen 100-prozentigen Schutz vor Einbrechern gewährleisten. Deshalb sollten Sie sich über eine Hausratversicherung absichern. Diese ersetzt im Ernstfall neben gestohlenen Hausratsgegenständen:

  • In einem Tresor gelagerte Wertsachen
  • Schmuck, Edelsteine (aufbewahrt in der Wohnung, aber nicht in einem Tresor)
  • Bargeld (in der Summe begrenzt, aufbewahrt in der Wohnung, aber nicht in einem Tresor)
  • Abgesicherbar ist dabei unter anderem auch der einfache Diebstahl von Fahrrädern, sofern diese angeschlossen sind, sowie von Gartenmöbeln und Kinderwagen

Bedenken Sie: Bei einem Einbruchdiebstahl haben Sie als Versicherungsnehmer eine Nachweispflicht gegenüber Ihrer Versicherung. Damit Ihre Besitztümer im Ernstfall schnell und reibungslos erstattet werden, listen Sie Ihren Hausrat am besten sorgfältig inklusive der Anschaffungsbelege auf. Sind die Belege nicht mehr vorhanden, notieren Sie Anschaffungsjahr, -preis und eine ausführliche Beschreibung. Ergänzend sind Bildaufnahmen von der Einrichtung und vorhandenen Wertsachen empfehlenswert. Alle Belege und Nachweise sollten an einem sicheren Ort (z. B. Bankschließfach) aufbewahrt werden.
Praktischer als ein Bankschließfach ist unser kostenloser und sicherer Online-Speicher – die versifair-Cloud. Einfach die Belege mit dem Handy fotografieren und zusammen mit der Auflistung in der versifair-Cloud speichern. Bei Bedarf können Sie jederzeit darauf zugreifen. Wir bewahren Ihre Hausratunterlagen sicher in digitaler Form. Sprechen Sie uns an.

 

 

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